Warum dein Gehirn keinen „Offline-Modus“ kennt: Die unsichtbare Gefahr von Cybermobbing
- Franziska
- 16. Jan.
- 2 Min. Lesezeit
Wir alle kennen das Gefühl: Ein falsches Wort, ein schräger Blick oder eine heftige Diskussion im echten Leben. Das ist unangenehm, aber wir gehen weg, schließen die Tür hinter uns und finden in unserem Zuhause – unserem „Safe Space“ – Ruhe.
Beim Cybermobbing gibt es diese Tür nicht mehr. Und genau hier beginnt der fatale Fehler in unserer Wahrnehmung.
Ein blöder Kommentar. Ein Screenshot, der weitergeschickt wird.
Ein Emoji, das mehr verletzt als ein ganzes Gespräch.
Cybermobbing beginnt selten laut. Oft ist es leise, schleichend – und genau deshalb so gefährlich.
Viele denken dabei an Jugendliche, an Schulhöfe oder Social Media. Doch Cybermobbing betrifft alle Altersgruppen. Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Im privaten Umfeld, im Berufsleben, im Verein. Über WhatsApp, Instagram, E-Mails oder anonyme Plattformen.
👉 Cybermobbing lebt nicht von der Tat allein – sondern von unserem Wegsehen.
Ein Kommentar, den niemand stoppt.
Ein Bild, das niemand meldet.Ein Witz, über den alle lachen – außer die betroffene Person.
Und plötzlich ist man mittendrin, ohne es geplant zu haben. Als Opfer. Als Mitläufer. Oder als stiller Zuschauer.
Cybermobbing endet nicht, wenn das Handy ausgeschaltet wird. Es geht mit ins Bett. Es sitzt im Kopf. Es verändert Selbstwert, Vertrauen und Sicherheit.
Und genau deshalb ist es wichtig, hinzusehen. Hinzuhören. Und zu verstehen, wie Cybermobbing entsteht, warum es wirkt und was wir dagegen tun können – als Betroffene, als Eltern, als Kolleg:innen, als Gesellschaft.
Dieser Artikel ist der Anfang. In den kommenden Wochen werden hier regelmäßig weitere Beiträge zum Thema Cybermobbing erscheinen:
🔹 Wie man es erkennt
🔹 Welche Formen es gibt
🔹 Was Betroffenen wirklich hilft
🔹 Und warum Schweigen keine Lösung ist
Denn Aufklärung schützt.
Und Wissen verändert.
Bleib dran. 💛spalte.
Wusstest du:
Unser Steinzeitgehirn versteht kein „Digital“. Für unser Gehirn macht es biologisch kaum einen Unterschied, ob uns jemand im Wald physisch bedroht oder ob wir eine hasserfüllte Nachricht auf WhatsApp lesen. Die Stressreaktion ist identisch: Adrenalin schießt ein, der Cortisolspiegel steigt, wir verfallen in den Überlebensmodus (Kampf, Flucht oder Erstarrung).




Kommentare