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Warum immer ich?

Versuch es doch einmal etwas anders und zwar mit der Frage: Was kann ich tun? Bin ich überhaupt bereit dazu?


Irgendwie scheint es mir, als ob wir heute Fragestunde hätten, aber es passt einfach gerade darum noch eine Frage an dich: Wohin ist dein Blick während des Autofahrens gerichtet? Nach vorne oder ständig in den Rückspiegel?

Warum tun wir uns im Leben oft so schwer, den Blick nach vorne zu richten und fahren mit festgehaltener Handbremse und stets den Blick in die Vergangenheit gerichtet?

Ab und zu mal zurückblicken, um sicherzugehen, dass genügend Abstand vom Fahrer hinter uns genommen wird, ist völlig in Ordnung und sollte auch so sein. Was ein paar Kilometer vor uns passiert, wissen wir nicht, wenn es nicht gerade in den Nachrichten kommt, also sehen wir das, was vor uns liegt. Was genau im Hier und Jetzt passiert. Wenn wir es schaffen, den Blick mehr auf die Gegenwart zu richten, wird die Handbremse mit der Zeit lockerer, und wir tun uns leichter, gewisse Dinge oder auch Menschen vielleicht loszulassen. Doch die Zauberfrage ist immer wieder: Wie geht das nur?

Hier ein paar Ansichten, welche dir vielleicht ein Stück weit weiterhelfen, Vergangenes zu lockern und den Blick nach vorne zu richten. Auf DICH!


1.Werfe einen neuen Blick auf deine Vergangenheit: Dass wir schwierige Situationen und Ereignisse immer wieder durchdenken, ist wichtig und gehört zum Prozess. Man erhofft sich vielleicht neue Antworten, Hinweise oder Lösungswege. Wenn man aber zu lange in diesem Denkmodus verharrt, ist es wichtig, sein persönliches STOPP-Schild herauszuholen. Vielleicht wäre es an der Zeit, einen anderen Blick bzw. eine andere Perspektive gegenüber dieser Situation einzunehmen. Es könnte sein, dass möglicherweise neue Aspekte an Vergangenem entdeckt werden.

Damals verstand ich nicht, was gut daran sein sollte, alleine in einem Krankenhaus in einem anderen Land zu liegen. Ohne jemanden an meiner Seite. Ein paar Monate später war mir klar, dass ich ohne diesen Zustand wohl nicht in meine Heimat zurückgekehrt wäre und nun ein erfülltes Leben führe. Ab und zu ist es sinnvoll, ein wenig Distanz zu nehmen, um auch das Gute aus der Situation mitzunehmen.


2.Schluss, aus, fertig! Lachen scheint eine anerkannte Emotion zu sein. Beim Weinen sieht die ganze Sache schon wieder etwas anders aus. Warum tun wir uns da so schwer? Antworten wird es viele geben, aber für mich ist an dieser Stelle entscheidend zu sagen, dass es wichtig ist, nicht gegen irgendeinen Schmerz anzukämpfen, die ganze Zeit nur zu schimpfen oder, die Königsdisziplin, die Gefühle zu unterdrücken. Wenn wir eine Reise tun, nehmen wir wohl auch lieber einen Begleiter:in mit, der uns zur Seite steht und mit dem wir es nett haben, und nicht jemanden, der jeden Schritt und jede Entscheidung von uns kritisiert oder beschimpft. Oder? Warum machen wir es dann immer wieder mit uns selbst? Wäre es nicht besser, Gefühle zuzulassen und zu spüren, um die Ereignisse zum Puzzle unseres Lebens zu integrieren?


3.Ersetze die Frage: Warum ich? - durch Was kann ich tun? "Ich kann das nicht" oder "Ich will das nicht". Sei ehrlich zu dir selbst, denn du stehst dir am nächsten.



Ende der Fragestunde und vielleicht ist es ein Beginn einer neuer Gegenwart. DEINER Gegenwart.

Danke und ganz liebe Grüße von mir an dich


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